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Roadtrip to Sturgis 

2000 Kilometer von Memphis nach Sturgis ein Trip durch das ursprüngliche Amerika.

Wer sich vor dem Event in Sturgis noch etwas Urlaub und eine coole Tour gönnen möchte, oder auch außerhalb der Rummels um die Sturgis Rally and Races, die Black Hills, alte Goldgräberstädte oder auch die Mythen der Indianer erforschen will und wer den 

Highway No.1 schon kennt und Florida schon ohne Straßenkarte fährt, für den ist der Trip mit Sicherheit das richtige. Highways, Interstates oder auch kleine Strassen, die in kaum einer Karte zu finden sind, stehen auf dem Trip zur Auswahl. Und wenn das Ziel das größte Motorradtreffen ist, dann steigert sich täglich die Vorfreude auf tausende Bikes und coole Partys.

Der Trip startete in Memphis, Tennesse, dem für Rock n Roll Fans wohl legendärsten Ort der Welt. Hier steht Graceland, die Villa in der Elvis seine bester Zeit verbrachte und die legendären SUN Studios, in dem nicht nur Elvis, sondern auch Größen wie Jerry Lee Lewis, Johnny Cash und viele andere ihre ersten Platten aufgenommen haben. Und jetzt mal ganz ehrlich, Graceland gehört zum Pflichtprogramm, aber hier haben die Amis es wirklich geschafft, mit Souvenirshops, die beinahe größer sind als die Villa, den Mythos etwas zu zerstören. Aber egal, rein und durch und am Ende war es doch ziemlich geil, mal dort gewesen zu sein, wo der King of Rock n Roll gewohnt hat. Nebenan sitzt direkt ein Harley Dealer, bei dem das obligatorische Graceland Harley Shirt natürlich sofort eingesackt wird und dann ab zu den Sun Studios, in der Nähe der City von Memphis und hier…Gänsehaut pur. Alt, klein, mit einer guten Führung und Relikten vergangener Tage, fühlt man sich direkt zurückversetzt und wartet nur darauf, dass in dem Studio gleich ein gewisser Herr Lewis um die Ecke kommt und auf dem Piano sein Great Balls of Fire hämmert. In Memphis sollte man mindestens eine Nacht einplanen, denn die Bale Street, ist das absolute Mekka für Rock n Roll und Blues Fans. Auf knapp einem Kilometer reihen sich Bars, Kneipen und Restaurants aneinander und aus jeder Ecke dröhnt Live- Musik und vor allem, man darf auf der Strasse Bier trinken und in einigen Bars sogar rauchen!! Auch wenn die Stadt einen wirklich in den Bann zieht, 2000 Kilometer müssen erst einmal runtergerissen werden und man will ja auch noch etwas sehen. Zwar findet man am Mississippi kaum noch Schaufelradschiffe und wenn, dann sind sie zu Kasinos umfunktioniert worden, aber auch das macht nur die hälfte. Wer jetzt übrigens hunderte Kilometer von Baumwollplantagen erwartet und denkt, dass dort immer noch Baumwollpflücker unterwegs sind, der hat sicherlich in den Letzten Jahren nicht aufgepasst. Die so genannte Romantik ist einem knallharten Geschäft gewichen. Maisanbau... Hier gibt es nun Maisfelder ohne Ende, denn das ist ein Bestandteil des Biosprits E85. Egal, also ab auf die 55, Richtung St.Louis, der Heimat des Anheuser Busch Bieres. Zwar gibt es keine direkte Strasse am Ufer des Mississippi, doch man kommt immer wieder etwas abseits des Highways an den Fluss, so z.B. in New Madrid, wo man auch gleichzeitig ein Casino besuchen kann, das direkt an den Fluss gebaut ist. Auf dem Weg sieht man schon von der Strasse aus, diverse Schrottplätze mit zugewachsenen Autos der 50’s bis 80’s, die sicherlich alle eine Geschichte erzählen können und die Händler sind durchweg freundlich, lassen einen dort fotografieren, man kommt verdammt schnell ins Gespräch und bekommt einen Kaffee, wenn man sich halbwegs normal anstellt. In St.Louis dann, trifft moderne Architektur auf uralte Fabrikhallen, Bahnbrücken, die aus der Gründerzeit zu stammen scheinen und natürlich die Promenade am Mississippi. Hier am Tor zum westlichen Teil der USA, wurde der imposante Gateway Arch eines der neuesten Monumente im amerikanischen Nationalpark Systems gebaut. Mit 192 Metern ist sie fast doppelt so hoch wie die Freiheitsstatue. Man kann mit einem Fahrstuhl in der Stahlkonstruktion hochfahren und den Blick über St.Loiuis genießen. Auch die Riverboats, die ihren Heimathafen seit 1917 dort haben, laden zu Fahrten auf dem Mississippi ein, wobei man unweigerlich an 'Tom Sawyer' und „Huck Finn“ denkt. Der Trip führte weiter auf der „70“ in Richtung Kansas City, wo Boonville einen Stopp wert ist. Mir alten Hausbemalungen und natürlich einem modernen Kasino ist die Stadt am Missouri einer der Städte, durch die seinerzeit die Trails gen westen kamen. Weiter Richtung Sioux City und den Sioux Falls führt die Strecke an der Grenze der drei Staaten Iowa, Nebraska und Missouri, vorbei an Grünen Feldern, Farmen, Maisfeldern und jeder Menge Kleinstädte, von denen jede ihren eigenen Charme versprüht. Ein kurzer Stopp in Hamburg, wo übrigens sowohl die Tankstelle, der Autohandel und der Strip Club demselben Besitzer gehören, war unvermeidlich und sogar ein Motel mit dem Namen der Hansestadt befindet sich mitten in Iowa. Auf dem Weg nach Sioux Falls kommt man an den Winnebago und Omaha Indianer Reservaten vorbei, bevor man mit Sioux Falls, eine wunderbare Kleinstadt erreicht, in der mitten durch die City der Fluss läuft, der schon den Indianern leben spendendes Wasser gebracht hat. Zudem befinden sich mitten in der City, in einem wunderschönen Park, die Sioux Falls, die der Stadt auch ihren Namen gegeben haben. Inzwischen in South Dakota angekommen geht es auf der „90“ in Richtung Sturgis, doch nicht ohne einige interessante Punkte anzusteuern. Wer etwas für Autos übrig hat, oder einfach einmal bei Klock Werks, einem der Top Customizer der USA vorbeischauen möchte, der sollte in Mitchell stoppen. Gute Motels und ein Museum, in dem Shelby Mustangs aller Baujahre in perfektem Zustand zu bewundern sind, sollten Grund genug für einen Stopp sein. Ein absoluter Hammer ist auf dem weiteren Weg Richtung Sturgis, das Pioneer Auto Museum in Murdo. Cars, Bikes, Landmaschinen, Waffen und alles was man sich aus der Geschichte vorstellen kann, sind dort perfekt dekoriert, in einem coolen Ambiente ausgestellt. Nun ist auch gut mit Museen, denn es werden immer mehr Bikes auf der Strasse und die Sehnsucht nach einem kühlen Bier im Broken Spoke Saloon wird immer größer. Jedoch sollte man sich an der Autobahn am Visitor Center eine kostenlose Karte holen und dann den dort eingezeichneten Loop durch die Badlands, hin zum Mt. Rushmore und möglichst auch noch bis hin zum Goldgräberstädtchen Deadwood fahren, bevor man sich entweder seinem Urlaub oder der Party hingibt.

 

Tipp:

 #Motels gibt es an der Strecke wie Sand am Meer.

 #In Memphis sollte man Karten für Graceland im Internet vorbestellen und auch das Motel       vorher buchen, denn in Stadtnähe sind die Motels recht häufig ausgebucht.

#Es liegen auf dem Weg diverse Motorradmuseen, Ausgrabungsstätten, kleinere Rennstrecken, und tolle Kleinstädte. Dank Internet, kann man sich über jede Stadt individuelle Informationen einholen, wenn man den jeweiligen Bundesstaat in Google eingibt.

#Als Zeitvorgabe sollte man sich zwischen 6 und 10 tage einplanen, je nachdem ob man viel Highway oder eher Nebenstrassen fahren möchte.

 

 

Frank Sander  | Frankthunder1@aol.com
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